Südkurier vom 02.04.2012 Drucken

Furtwangen

Das sind Ernst Moschs würdige Enkel

Timo Hieskes Blasmusik-Combo „Junge Egerländer“ bot in der Festhalle eine grandiose und mitreißende CD-Präsentation.

Locker und doch ausdrucksstark leitete Timo Hieske seine Kapelle.  Bild: Heimpel

Die böhmische Blasmusik lebt! Der beste Beweis dafür war das Konzert zur Saisoneröffnung von Timo Hieske mit seinen „Jungen Egerländern“. Bei dieser Gelegenheit präsentierte die junge Truppe auch ihre erste eigene CD. Das Publikum in der fast vollbesetzten Festhalle war begeistert. Zu spüren war dies immer wieder an lange anhaltendem Applaus, dem großen Beifall für die Solisten und dem begeisterten Mitklatschen bei vielen der Stücke. Immer wieder hörte man auch in Gesprächen die Begeisterung des Publikums darüber, dass dies eine so junge und motivierte Truppe ist, die hier diese Art der Blasmusik pflegt.

Für die Kapelle war dies ihr Geburtstagskonzert zum fünfjährigen Bestehen. Auf reges Interesse stieß beim Publikum die neue CD, die an diesem Abend erstmals zum Verkauf angeboten wurde. Natürlich erklangen an diesem Abend auch alle 14 Titel, die Ende des vergangenen Jahres auf CD eingespielt worden waren. Den Auftakt bildete beispielsweise der Marsch „Egerländer Sterne“. Als Programm könnte man auch den Titel eines anderen Stückes an diesem Abend bezeichnen: „Aus ganzem Herzen Blasmusik“. Ansager Volker Schwer, der ganz locker durch den Abend führte, machte immer wieder deutlich, mit welchem Elan und mit welcher Unbekümmertheit Dirigent Timo Hieske an die Sache heran geht.

Dabei zeigten die Musiker an diesem Abend auch, dass sie nicht nur mit Begeisterung dabei sind, sondern auch musikalisch „einiges drauf haben“. Denn viele der Musiker aus ganz unterschiedlichen Registern waren auch als Solisten zu hören. Eine solche Vielfalt an Solisten bei einem Blasmusik-Konzert ist schon außergewöhnlich. Manuel Wehrle spielte mit seiner Trompete das Lied vom Tod, Dominik Armbruster präsentiert sich als der „Lieblingstrommler“, Sebastian Moser und Manuel Hauser zeigten bei der Spatzen-Polka ihr Können auf der Klarinette und Manuel Dufner und Thomas Weißer präsentierten sich als „Fröhliche Tenoristen“. Teilweise traten dieses Solisten sogar mehrfach auf. Das Publikum feierte auf jeden Fall die junge Kapelle, die natürlich nur nach mehreren Zugaben von der Bühne gehen durfte.