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Schwarzwälder Bote vom 26.05.2015 PDF Drucken E-Mail

Furtwangen

Ein Dirigent mit vollem Körpereinsatz

Von Christel Paskal

Schwarzwälder-Bote, 26.05.2015


Das begeisterte Publikum spendet stehende Ovationen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Timo Hieske dirigierte mit vollem Körpereinsatz. Damit riss er seine "Jungen Egerländer" und das Publikum mit. Die neue CD enthält böhmische Geschichten.

Groß war der Andrang in der Festhalle in Furtwangen. Die Fans von Timo Hieske und seinen "Jungen Egerländern" waren gespannt auf die neu eingespielte CD mit dem Titel "Böhmische Geschichten". Mit Donnerhall und Papierschnipseln zu dem Konzertmarsch "Kaiserin Sissi" hatte der Blasmusikabend begonnen und nach drei Stunden mit Luftschlangen geendet.

Der Leiter Hieske hat wohl die Musik und das Dirigieren mit der Muttermilch eingesogen. Er war mit vollem Körpereinsatz dabei. Da lockt er die Flügelhorn- und Trompetenspieler mit seinen Fingern. Dann wieder gibt er dem Schlagzeuger einen Wink. Mit seinen hoch erhobenen Armen sind die Posaunen und Tubisten in der oberen Reihe gefordert. Er hat offensichtlich zu jedem Blickkontakt und am Ende klatscht er laut in seine Hände. Es verwundert nicht, das die 22 Musiker und eine Musikerin bei so einem Chef alle mitziehen.

Etliche Solisten bereicherten das vielseitige Programm. Volker Schwer führte gekonnt durch den Abend. Auch als Solist glänzte er zusammen mit Manuel Wehrle zu "S’ Flügelhorn im Rucksack". Am Tenor horn verzauberten Mario Maier und Niklas Kuttruff mit "Streicheleinheiten" die Zuhörer.

Nach der Pause ging es temporeich weiter. Der "Böhmische Wind" wehte durch die Halle. Musiker Sebastian Moser wirbelte zu der "Teppichklopfer-Polka" mächtig Staub aus einer Matratze auf. Das Publikum applaudierte den ganzen Abend lautstark. Donnernden Beifall erhielt Hieske für seine rasend schnellen Löffelschläge zur "Löffelpolka". Das Publikum forderte eine Wiederholung.

Natürlich durfte bei solch einer Blasmusikveranstaltung "Auf der Vogelwiese" nicht fehlen. Nicht nur die Musiker, sondern auch die Besucher im Saal sangen euphorisch mit. Stehende Ovationen belohnte die Kapelle mit drei Zugaben. Erst danach war die perfekt gelungene Präsentation der neuen CD beendet.