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Südkurier vom 14.11.2012 PDF Drucken E-Mail

Triberg

Junge Egerländer: Kapelle lebt und feiert ihren Traum

Von STEFAN HEIMPEL

Vor fünf Jahren startete das Musik-Projekt „Timo Hieske und seine jungen Egerländer“. Der damals erst 17-jährige Gründer wurde viel belächelt. Das ist vorbei: Die Kapelle tourt seither mit zunehmendem Erfolg.

Bild: Stefan Heimpel

Eine erfolgreiche Saison ist zu Ende: Mit einem Konzert in der Uhrmacher Ketterer Halle in Schönwald feierten „Timo Hieske und seine jungen Egerländer“ das Ende der erfolgreichen Saison 2012.

Vor fünf Jahren startete der damals 17-jährige Timo Hieske aus Furtwangen sein ehrgeiziges Projekt einer eigenen Kapelle mit böhmischer Musik. Bereits drei Jahre zuvor habe er, so berichtete Ansager Volker Schwer, über das Internet diesen ehrgeizigen Plan bekannt gemacht. Auch er selbst habe damals darüber gelächelt, drei Jahre später saß er selbst in der neuen Kapelle als Trompeter. Traditionsgemäß wird jede Saison mit einem Konzert in Furtwangen offiziell eröffnet. Jedes Mal wurden die Auftritte größer.

Nach fünf Jahren entschlossen sich die Musiker, erstmals auch im Herbst ein Abschlusskonzert zu geben. Nachdem die Kapelle bereits einmal bei den Schönwälder Schützen aufgetreten war, fand sich sehr schnell der Musikverein Kurkapelle Schönwald, der Timo Hieske bei diesem Vorhaben unterstützte.

Dem besonderen Anlass entsprechend begann der Konzertabend auch mit einem Sektempfang für die Besucher. Deutlich wurde dabei: Viele der Gäste an diesem Abend sind schon lange der Kapelle verbunden. Ein eindrucksvolles und auch professionelles Bild boten die jungen Egerländer dann auf der Bühne, als sie mit dem Marsch „Egerländer Sterne“ das Programm eröffneten.

Als programmatisch könnte man auch den Titel eines anderen Stücks an diesem Abend bezeichnen: „Aus ganzem Herzen Blasmusik“. Nicht zuletzt erklangen natürlich auch die 14 Titel, die Ende des vergangenen Jahres auf CD eingespielt worden waren.

Namensgebend war der Musiktitel von Kurt Gäble „Träume in die Zukunft“. Und so lautet auch der Titel der Tour, die die Musiker sogar bis in den Kölner Raum zu einem Schützenfest führte. Befriedigt zeigte sich Timo Hieske in einem Gespräch auch über den regen Absatz, den die CD im Lauf dieses Sommers erfuhr.

Bei Timo Hieske und seinen Musikern war die Begeisterung für diese Art der Musik deutlich spürbar. Ein Beispiel dafür waren die „Fröhlichen Tenoristen“: Thomas Weißer und Manuel Dufner lieferten sich mit dem Tenorhorn ein musikalisches Duell, bei dem das Publikum spontan eine Zugabe forderte. Weitere Solisten waren Toni Maier an der Trompete, Dominik Armbruster am Schlagzeug sowie Sebastian Moser und Manuel Hauser an der Klarinette.

Nicht vergessen dürfe man dabei, so Ansager Volker Schwer, dass diese fast schon professionelle Kapelle aus lauter Laien bestehe. Die betrieben diese Musik neben ihrem Beruf und anderen Verpflichtungen als Hobby.