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Südkurier vom 30.03.2011 PDF Drucken E-Mail

Furtwangen

Große Gesten führen durchs Egerland

Böhmische Blasmusik findet in der Festhalle 200 Freunde. Timo Hieske hat seine „jungen Egerländer“ gut im Griff

Große Gesten führen durchs Egerland
Timo Hieske dirigiert seine Kapelle in einem besonders ausdrucksstarken Stil und mit sichtlich großer Begeisterung.
Bild: Heimpel

 

Furtwangen (hei) Bereits zum zweiten Mal hat die Stadtkapelle Furtwangen ein besonderes Blasmusikkonzert organisiert: Timo Hieske und seine jungen Egerländer standen jetzt auf dem Podium. Zu dem Konzert in der Festhalle waren etwa 200 Blasmusikfreunde gekommen.

Vor vier Jahren hat Timo Hieske, damals gerade 16 Jahre alt, seine eigene Blaskapelle „Die jungen Egerländer“ gegründet. Wie schon der Name sagt, hat sich Timo Hieske speziell der böhmischen Blasmusik verschrieben und hier auch schon bei verschiedenen Konzerten große Erfolge gefeiert, etwa bei der ersten Furtwanger Kulturwoche. Immer größer wird dabei der Radius seiner Auftritte. Nach dem Konzert in der Festhalle steht das nächste Konzert am Kaiserstuhl an.

Stolz zeigte sich der Vorsitzende der Stadtkapelle, Martin Moser, bereits zum zweiten Mal ein Konzert mit Timo Hieske und seinen Musikern veranstalten zu können. Inzwischen hat diese Blaskapelle auch schon einen richtigen kleinen Fanclub, der sie zu Auftritten begleitet.

Deutlich wurde bei diesem Konzert, dass „die jungen Egerländer“ sich auch musikalisch rasant fortentwickeln. Dazu habe sicher auch in der vergangenen Woche ein Probetag mit Joschi Lauter beigetragen, selbst 30 Jahre Musiker bei Ernst Mosch, finden die Musiker. So sei der Kommentar von Joschi Lauter „Ihr seid gar nicht so schlecht“ aus dem Mund eines solchen Profis schon ein richtig dickes Lob.

Auch jetzt in der Festhalle jagte den ganzen Abend lang ein Hit den nächsten. Schon der Auftakt gestaltete sich flott und schwungvoll mit dem „Astronautenmarsch“, einem der großen Erfolge von Ernst Mosch. Aber es waren bei weitem nicht nur Melodien des berühmten Vorbilds, die an diesem Abend erklangen. Neben dem „König der Blasmusik“ pflegen andere Komponisten und Kapellen schließlich ebenfalls die böhmische Blasmusik.

Timo Hieske selbst hatte die Kapelle sehr gut im Griff. Er hat inzwischen einen ausdrucksstarken Stil beim Dirigieren entwickelt und zeigt den Musikern damit genau, was und wie er es hören will. Die Musiker reagieren sehr gut auf seine deutliche Zeichensprache, wenn er die Trompeten antreibt oder die Wogen nach einem schwungvollen Part glättet. Nicht zuletzt macht es ihm offensichtlich Spaß, den letzten Schlag der Trommel bei jedem Stück besonders deutlich anzugeben: wenn es sein muss sogar mit dem Fuß. Nicht zuletzt gehörten zu dem Konzert auch mehrere Soli, die jedes Mal das Publikum vollkommen begeisterten.