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Schwarzwälder Bote vom 01.06.2017 PDF Drucken E-Mail

Furtwangen

Dirigierender Magier fordert heraus

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Die Kulturwoche wird durch den Auftritt von "Timo Hieske und seinen jungen Egerländern" bereichert. Hier sieht man den Dirigenten in seinem Element. Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Für ein volles Zelt bei der diesjährigen Kulturwoche sorgten "Timo Hieske und seine jungen Egerländer" am Mittwoch. Das engagiert musizierende Ensemble schaffte totale Polkaseligkeit.

Furtwangen. "Egalanda, halts enk zam", das bedeutet Heimatgefühl der egerländischen Region in Westböhmen, wozu die wenigsten Musikanten, Zuhörerinnen und Zuhörer noch eine Beziehung haben dürften. Einer, der aus Zwodau im Karlsbader Kreis stammte, war der legendäre Ernst Mosch.

Seine musikalischen Erben standen in den Startlöchern, um mit Polkas, Märschen, Walzern und populär-konzertanter Blasmusik "böhmische Träume" zu erfüllen.

Die "Trompetenteufel" Daniel Wehrle und Volker Schwer begeistern mit zahlreichen solistischen Einlagen. Foto: Schwarzwälder-Bote

Das Repertoire Timo Hieskes und seiner Freunde ist erstaunlich und reichte von "Domi adventus" bis zur "Vogelwiese". Hieske ist ein dirigierender Magier, der eine sehenswerte Choreografie hinlegte und mit vollem Körpereinsatz seine Musikanten in dynamischen Bögen melodiös und rhythmisch herausforderte und mit Crescendo, Diminuendo, Ritardandi und raffinierten Pausen für Überraschungseffekte erzeugte.

Generationen begeistert

Das begeisterte nicht nur die Anhänger, darunter Damen mit Fan-Schals, sondern alle jungen und gereiften Semester. Studentinnen aus Paris und Singapur in Begleitung von Achim Karduck schienen angetan, und ein einheimischer Gast lobte das "gute Niveau"., Ein Besucher kommentierte lapidar: "Mir gefällt’s, super Musik.".

Timo Hieske und seine jungen Egerländer haben treue Anhänger, wie hier einige Damen mit Fan-Schals. Foto: Schwarzwälder-Bote


"Special Guests" aus Singapur und Paris mischen sich zusammen mit ihrem Professor Achim Karduck unter das Publikum. Foto: Schwarzwälder-Bote

Zum Gelingen des Abends trug auch Volker Schwer bei, der mit Witz das Programm moderierte und bewies, "wie man aus Musik Bier macht". Eine wohltuende Gerstensaft-Spende war den Akteuren sicher, genauso wie deren Dankeschön-Lied dem begeisterten Publikum.

Auch die zumeist ausgewogene Tontechnik des Thomas Schmidt bereicherte den Abend. Die Stimmung stieg stetig. Die Besucher waren hingerissen, klatschen, schunkelten und sangen kräftig mit. Bestens kamen die "Trompetenteufel" Daniel Wehrle und Volker Schwer, die schwungvolle "Polka ins Glück" oder das mit Gesang ausgestattete "Auf der Vogelwiese" an.

Der Fischinger-Titel "Böhmische Spielereien", die rasanten "Erinnerungen an Dich" und die alpenländisch angehauchte "Dorfschnitzer- Polka" wurden treffend interpretiert.

Straffen Rhythmus spürte man bei dem Mosch-Renner "Start frei", und bei "Freund zu Freund" konnten Trompeten, Tenorhorn und Bass punkten.