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Südkurier vom 29.03.2016 PDF Drucken E-Mail

Furtwangen

Blasmusik begeistert die vielen Fans

Von Christel Paskal

Tolle Stunden erleben die Gäste beim ersten Musikantentreffen in Furtwangen mit Timo Hieske und den jungen Egerländern und zahlreichen Gastkapellen. Zu hören gab es mehrere Uraufführungen.

Die Jungen Egerländer mit Frontmann Timo Hieske begeistern das Furtwanger Publikum. Bild: Christel Paskal

Begeisterung pur über mehrere Stunden zauberten die Formationen beim ersten Musikantentreff in Furtwangen. Wer sich kurzfristig für den Besuch dieser Veranstaltung entschieden hatte, hatte Pech, denn die Veranstaltung war seit Wochen ausverkauft. Das teilte der Moderator und Musiker Volker Schwer den Besuchern in der Festhalle mit. Er konnte Musikvereine aus Harthausen, Waldau, Katzensteig sowie Eisenbach begrüßen. Sogar aus dem Odenwald war eine Gruppe angereist, um nach einem Interview mit Timo Hieske im Hessischen Rundfunk dessen Kapelle nun live zu erleben. Auch Wilfried Rösch und seine böhmischen Freunde waren gekommen und wollten hören, was an diesem Abend gespielt wird.

Lauter-Blech aus Lauterbach präsentiert sich in bester musikalischer Spiellaune. Bild: Christel Paskal

Natürlich hatten die Gastkapellen ihre Fans mitgebracht, was sich am jeweiligen Applaus zeigte. Die Blasmusikfreunde waren gespannt auf die Darbietungen. Den Anfang machte die seit 2014 bestehende Formation Lauter-Blech aus Lauterbach. Sie haben sich sehr darüber gefreut, dass ihnen Timo Hieske den Auftritt ermöglichte. Die acht Musiker im roten T-Shirt, Kniebundhosen und mit weißen Socken in Trachtenschuhen waren sogleich in absoluter Spiellaune. Mit Let Me Entertain You sorgten sie für den passenden Auftakt. Etliche Musiker begeisterten mit ihren Soli. So verzauberte Steffen Jauch an der Tuba mit der Isabell-Polka mit sanften Klängen und tiefen Tönen die Besucher. Ansager und Musiker Tobias Brucker glänzte zu „Der junge Kavalier“ mit seinem Blasinstrument. Die Zuhörer klatschten an passenden Stellen immer wieder rhythmisch mit und erst nach zwei Zugaben durften die Musiker die Bühne verlassen. Als Nächstes waren die Gastgeber an der Reihe.

Maria Eppacher und Markus Spiegelhalter – zwei Stimmen, die bestens harmonieren. Bild: Christel Paskal

Freudig verkündete Schwer, dass mit Ben Fehrenbach, Daniel Fischinger, Fabian Stroppel und Sängerin Maria Eppacher die Kapelle vergrößert worden ist. Die Stimme der Sängerin harmoniert bestens mit der von Sänger Markus Spiegelhalter. Das bewiesen sie mit einigen Liedern. Was wäre ein solches Musikantentreffen ohne Uraufführungen? Musiker Christoph Gleichauf hat für seine kleine Schwester Alexandra die nach ihr benannte Polka komponiert und Schlagzeuger Daniel Fischinger das Stück „Ein junger Egerländer“. Der donnernde Applaus bewies, wie gut ihnen das gelungen ist.

Die Blasmusikfreunde forderten auch von den Gastgebern frenetisch Zugaben und sangen zu „Auf die Vogelwiese“ lauthals mit. Die weiteste Anreise aus dem gesamten süddeutschen Raum hatten Michael Maier und seine Blasmusikfreunde. Auch sie hatten mit „Kleiner Held“ von Musiker Timo Dellweg eine Uraufführung dabei. Mit vielen Eigenkompositionen, aber auch Titeln von Ernst Mosch, spielten sie auf. Besonders bei den Soli von Harald Kirschners Tuba-Hansel und von Silvia Markforts „Vöglein flieg“ auf der Es-Klarinette forderten die Besucher begeistert Wiederholungen. Viele Witze und Informationen zu den Musiktiteln wusste Markus Dorer.

Silvia Markfort mit Michael Maier und seinen Blasmusikfreunden beim Solo. Bild: Christel Paskal

Wer nun allerdings geglaubt hatte, dass Blasmusikfreunde müde werden, sah sich getäuscht. Selbst als es schon lange nach Mitternacht war, ließen die Besucher die Musiker nicht gehen und forderten eine Zugabe um die andere. Erst als Michael Maier andeutete, dass einige der Mitwirkenden noch einen dreistündigen Heimweg haben, verstummten die Zugabe-Rufe und die Musiker durften die Bühne nach einem langen Abend verlassen. Bei so viel Freude und Begeisterung ist damit zu rechnen, dass es weitere Musikantentreffen geben wird.